Herr BVJ

5. Schnell helfen – Erste Hilfe

Lebensgestaltung · Mein Alltag

Titelbild zum Thema
Einstieg
Schau dir die Situation genau an.
Mattis kniet im Skatepark neben einem verletzten Jungen. Sein Skateboard liegt daneben. Im Hintergrund filmen zwei Jugendliche, am Zaun hängt ein grüner Kasten mit weißem Kreuz.
Zielfrage
Wie kann Mattis dem verletzten Jungen helfen, bis der Rettungsdienst kommt?
Infotext
Infotext
Lies dir den Infotext aufmerksam durch.

Schnell helfen – Erste Hilfe

Zwei Hände pressen ein gefaltetes Tuch fest auf einen Unterarm

Erste Hilfe kann jeder Mensch leisten. Dafür braucht man keinen Koffer und keine Ausbildung. Jede Minute zählt, bis der Rettungsdienst da ist. Wichtig ist, dass überhaupt jemand anfängt.

Zuerst ansprechen
Man spricht die verletzte Person laut an. Dabei fasst man sie vorsichtig an der Schulter an. Zwei Fragen genügen am Anfang. Wer antwortet, ist bei Bewusstsein. Danach bleibt man an seiner Seite.

Eine Wunde versorgen
Eine Wunde blutet oft stark. Dann muss man fest und lange auf die Stelle drücken. Danach hebt man das Bein an. Ein Pflaster reicht bei kleinen Schnitten. Bei großen Wunden helfen ein Verband und fester Druck. Zwei Handschuhe schützen beide Seiten. Wer verletzt ist, bleibt liegen und wartet auf Hilfe.

Wenn jemand bewusstlos ist
Wenn jemand nicht antwortet, ruft man sofort die 112. Dann prüft man seine Atmung an Brust und Nase. Atmet die Person, bringt man sie in die Seitenlage. So bleibt ihr Mund frei und nichts läuft in die Lunge. Wer bewusstlos ist, darf nie allein bleiben.

Den Rettungsdienst einweisen
Der Rettungsdienst braucht den genauen Ort. Deshalb winkt eine Person an der Straße. Nach wenigen Minuten hält dort der Rettungswagen. Am Ende übergibt man alle Angaben an die Sanitäter.

Schreibtraining
Schreibe den Abschnitt „Den Rettungsdienst einweisen" sauber ab.
Musterlösung
Der Rettungsdienst braucht den genauen Ort. Deshalb winkt eine Person an der Straße. Nach wenigen Minuten hält dort der Rettungswagen. Am Ende übergibt man alle Angaben an die Sanitäter.
Lesen
Aufgabe 1.
Lies den Infotext. Unterstreiche dort 5 Wörter zum Thema Wunde und Hilfe. Schreibe sie hier ab.
die Wunde das Pflaster der Verband die Seitenlage bewusstlos
Wörter
Aufgabe 2.
Trenne die fünf Wörter aus dem Infotext in Silben. Schreibe sie mit Strichen auf.
a)die Seitenlage Sei-ten-la-ge
b)das Pflaster Pflas-ter
c)bewusstlos be-wusst-los
d)der Verband Ver-band
e)die Wunde Wun-de
Ein aufgeschlagenes Heft mit Linien, daneben ein Stift
Zuordnung
Aufgabe 3.
Verbinde jedes Wort mit der passenden Erklärung. Ziehe eine Linie.
WortErklärung
a)
Ein Mensch liegt seitlich, ein Bein angewinkelt, der Kopf ruht auf dem Arm
die Seitenlage
b)
Eine weiße Binde wird um ein Handgelenk gewickelt
der Verband
c)
Eine kleine beklebte Stelle an einem Finger, daneben die geöffnete Papierhülle
das Pflaster
d)
Ein Mensch liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken, eine Hand hält seine Schulter
bewusstlos
Er hält eine große Wunde zu.
So ist jemand, der nicht mehr antwortet.
So liegt eine Person sicher auf der Seite.
Es klebt über einem kleinen Schnitt.
Schreiben
Aufgabe 4.
Entscheide bei jedem Fall, was du tust. Schreibe deine Entscheidung mit Grund auf.
a)Eine Freundin verbrennt sich am Backofen die Hand. Die Hand unter kaltes Wasser halten, weil die Hitze heraus muss.
b)Ein Mann sitzt an der Haltestelle und antwortet nicht. Die 112 rufen, weil er vielleicht bewusstlos ist.
c)Ein Kind hat einen Splitter im Finger. Nichts herausziehen und Hilfe holen, weil die Wunde sonst größer wird.
d)Jemand liegt auf dem Gehweg und atmet ruhig. In die Seitenlage bringen und dableiben, weil er so sicher liegt.
e)Ein Mitschüler hat Nasenbluten. Kopf nach vorn und kühlen, weil das Blut sonst in den Hals läuft.
Eine Hand wird unter einen laufenden Wasserhahn gehalten
Schreiben
Aufgabe 5.
Schreibe fünf eigene Sätze mit weil über deine Hilfe. Nutze die Satzanfänge.
a)Ich helfe mit meinemHandy, weil ich sofort die 112 rufen kann.
b)Ich bleibe bei meinerMitschülerin, weil sie dann nicht allein ist.
c)Ich rufe meineNachbarin, weil sie einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat.
d)Ich hole meinenVerbandkasten, weil dort Handschuhe und Pflaster liegen.
e)Ich spreche mit meinerLehrerin, weil sie die Eltern erreichen kann.
Sprechen
Aufgabe 6.
Sprecht mit einem Partner über die fünf Fragen und begründet eure Antworten.
▶Redemittel: Bei uns liegt … · Zuerst würde ich … · Ich glaube, viele filmen, weil … · Geholfen habe ich zuletzt … · Einen Kurs würde ich …
a)Wo liegt bei euch zu Hause das Verbandzeug?Bei uns liegt der Kasten im Bad unter dem Waschbecken. b)Wem hilfst du leichter: einem Fremden oder einer Freundin?Einer Freundin helfe ich leichter, weil ich sie kenne. c)Warum filmen Menschen manchmal, statt zu helfen?Ich glaube, viele filmen, weil sie sich nicht trauen oder Angst haben. d)Wann hast du zuletzt jemandem geholfen?Geholfen habe ich zuletzt meiner Oma beim Tragen. e)Würdest du einen Erste-Hilfe-Kurs machen?Einen Kurs würde ich mit der Klasse zusammen machen.
Zwei Jugendliche sitzen einander zugewandt und sprechen miteinander
Schreiben
Aufgabe 7.
Schreibe eine Stellungnahme in fünf Sätzen zum Filmen bei Unfällen.
a)Ich finde das Filmenbei einem Unfall falsch.
b)Wer filmt,hilft in dieser Minute niemandem.
c)Für die verletzte Person bedeutet dasmehr Angst und weniger Hilfe.
d)Besser wäre es,die 112 zu rufen und dazubleiben.
e)Am Ende zählt,dass überhaupt jemand anfängt.
Schreiben
Aufgabe 8.
Bereite ein Interview mit einer Rettungssanitäterin vor. Schreibe vier Fragen auf.
a)Der erste Blick am Unfallort Worauf schauen Sie zuerst, wenn Sie ankommen?
b)Hilfe durch Zuschauer Was hilft Ihnen am meisten, bevor Sie da sind?
c)Häufige Fehler Welchen Fehler sehen Sie am häufigsten?
d)Angst vor Fehlern Was sagen Sie Menschen, die Angst vor Fehlern haben?
Eine Rettungssanitäterin in Einsatzkleidung steht neben einem Rettungswagen
Lückentext
Aufgabe 9.
Reflektiere dein Verhalten bei Unfällen. Ergänze die fünf Satzanfänge.
a)Bei einem Unfall bin ich meistensunsicher und warte auf andere.
b)Am schwersten fällt mireine fremde Person anzusprechen.
c)Sicher fühle ich mich beikleinen Wunden und Pflastern.
d)Üben möchte ichdie Seitenlage.
e)Das nehme ich mir vorbei der nächsten Gelegenheit einen Kurs zu machen.
Eine Jugendliche sitzt nachdenklich mit einem Stift über einem Heft
Schreiben
Aufgabe 10.
Vergleiche die beiden Berichte. Schreibe in jede Zeile den passenden Namen.
▶Bericht 1 (Nadja): Eine Radfahrerin stürzt vor ihr. Nadja geht sofort hin, spricht sie an und ruft nach 30 Sekunden die 112. Sie bleibt bis zum Rettungswagen bei ihr.▶Bericht 2 (Kerem): Er sieht denselben Sturz. Kerem holt erst sein Handy aus dem Rucksack, macht ein kurzes Video und geht nach drei Minuten hin. Danach ruft er die 112.
a)Wer war zuerst bei der verletzten Person?Nadja
b)Wer hat Zeit verloren?Kerem
c)Wer hat den Rettungsdienst früher gerufen?Nadja
d)Wer hat die Person nicht allein gelassen?Nadja
e)Welcher Weg war insgesamt besser?Nadja
Eine gestürzte Radfahrerin sitzt am Straßenrand, ihr Fahrrad liegt daneben
Schreiben
Aufgabe 11.
Entscheide bei jeder Störung, was du trotzdem tust. Schreibe es dazu.
a)Du bist allein und hast kein Handy dabei. Laut um Hilfe rufen und jemanden nach seinem Handy fragen.
b)Die verletzte Person spricht kein Deutsch. Ruhig sprechen, Gesten benutzen und jemanden zum Übersetzen holen.
c)Es regnet stark und der Boden ist nass. Eine Jacke unterlegen und die Person zudecken.
Regen auf nassem Asphalt, daneben liegt eine Jacke
Leitfrage
Aufgabe 12.
Schreibe deine Antwort auf die Zielfrage. Antworte in ganzen Sätzen.
▶Wie kann Mattis dem verletzten Jungen helfen, bis der Rettungsdienst kommt?
Mattis kann
den Jungen ansprechen, den Verband aus dem Kasten holen und fest auf die Wunde drücken.
Das hilft, weil
die Blutung dann nachlässt und der Junge nicht allein ist.
Mattis kniet neben dem Jungen und drückt ein gefaltetes Tuch auf dessen Knie
Aufgabe 13.
Löse die Anagramme. Schreibe das Lösungswort auf. Suche die Wörter dann im Gitter und kreise sie ein.
legesanite =SEITENLAGE
vdeabnr =VERBAND
usoelwsbts =BEWUSSTLOS
tlsapfer =PFLASTER
nlhefe =HELFEN
wneud =WUNDE
kürcedn =DRÜCKEN
zrvlteet =VERLETZT
XZJKÖJPWRJLSEÜIAHUNMVSEITENLAGELVRJXLYÜQTPMZÜVZBINDÖKVNKEAKCCKHHCNZÖCGYIBTXMIBÄFWJVERBANDUENOXIFAWXBTAOZCYBLWZSUHOPTTEIQMNJTDRUNUSPCRFURTLÜDMXRKSÖAJRFHNLSMWUÜHTQNSÖBLQNEICAÄJYHXMPETPIÄXFGXÜESZARYDLKLMOBLJJCZRÖTYÄOLUCOKKECWOBHCFXEMRTBÜSVHUXUÄDPLRÄXRÜOLRXCXÄÄNFQQSOWCYTTYDAPVQEDBANHWPESBHLÖJHVWJEFTZTELREVEBKOCSQÄPGÖIFMVUMBÖMH

Suchsel – Schnell helfen – Erste Hilfe

Wortschatz
Schreibe das Wort, die Wortart, einen Beispielsatz und das Wort in deiner Sprache auf.
▶W = Wort zum Bild · A = Wortart · S = eigene Sprache · Bsp = Beispielsatz
Ein aufgeschürftes Knie mit einem roten Fleck auf der Haut
Wdie Wunde
ANomen
S
BspDie Wunde am Knie blutet stark.
Zwei Hände pressen ein gefaltetes Tuch auf einen Unterarm
Wdrücken
AVerb
S
BspIch drücke fest auf die Stelle.
Eine kleine beklebte Stelle an einem Finger, daneben die geöffnete Papierhülle
Wdas Pflaster
ANomen
S
BspDas Pflaster klebt über dem Schnitt.
Ein Mensch liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken, eine Hand hält seine Schulter
Wbewusstlos
AAdjektiv
S
BspDer Mann ist bewusstlos und atmet.
Eine Jugendliche kniet neben einer sitzenden Person und reicht ihr die Hand
Whelfen
AVerb
S
BspIch helfe meiner Nachbarin sofort.
Ein Mensch liegt seitlich, ein Bein angewinkelt, der Kopf ruht auf dem Arm
Wdie Seitenlage
ANomen
S
BspDie Seitenlage hält den Mund frei.
Ein Arm im blauen Schienenverband liegt auf einer Trage
Wverletzt
AAdjektiv
S
BspSie ist am Arm verletzt.
Grammatik
Lies die zwei Beispiele. Schreibe die Grammatikregel auf.
Wer? Verb Wie? Womit? (mein + Nomen)
Ich drücke mit meiner Hand
Ich komme mit meinem Verband
Grammatikregel: Der Possessivartikel passt sich dem Fall an.
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